Sunfire Technik

Sollte man versuchen Sunfire in einem Satz zu beschreiben, so käme wohl etwas heraus wie: „Unglaubliche Leistung aus kleinsten Gehäusen“. Wobei Leistung hier nicht nur die exzellente Klangqualität beschreiben soll, sondern auch die physikalische Leistung, die erzielbare Lautstärke.
„Wie geht das?“, fragt sich der Laie und „Warum sind andere Woofer doppelt so groß und leisten weniger?“. Das Geheimnis liegt in zwei von Bob Carver patentierten Technologien, die Sie immer wieder in dieser Broschüre erwähnt finden: High-Back-EMF und Tracking-Down-Converter.

High-Back-EMF

Bass ist nichts weiter als bewegte Luft. Möchte ich einen Bass, dass die Wände wackeln, muss logischerweise eine ganze Menge Luft bewegt werden. Die Menge der Luft, die ein Subwoofer bewegen kann, hängt von zwei Faktoren ab:
Der Membrangröße und dem Hub. Ein qualitativ gutes 38cm Chassis bewegt die Membran normalerweise über einen Hub von ca. ±1,25 cm. Wollten Sie damit die von den Dolby Laboratorien vorgegebene Norm für Dolby Digital erfüllen, bräuchten Sie vier(!) 38cm Subwoofer in Ihrem Wohnzimmer. Es sind schon Ehen aus geringeren Anlässen geschieden worden.
Da dies also offensichtlich keine Lösung sein konnte, begann Bob Carver obengenanntes Prinzip auf den Kopf zu stellen. Er wollte ein kleines Chassis entwickeln, das aber in der Lage war einen gigantischen Hub zu vollbringen. Zu Beginn wurde die Entwicklung zu einem Friedhof der Bauteile. Sicken rissen, Bauteile verbrannten, Chassis verformten sich. Nach einer Menge „Try and Error“-Versuchen war es aber geschafft. Alle Bauteile des neuen Chassis waren komplette Neuentwicklungen und es ermöglichte sagenhafte 6 cm Hub – das Fünffache des bisher Machbaren!
Besonderheiten waren vor allem die extrem lange Schwingspule und der gigantische Magnet (10x größer als ein „normaler“ Magnet!), die dem Chassis die nötige Effizienz verliehen.
Einziges Problem: Ein so konstruiertes Chassis gibt eine sehr hohe elektromagnetische Kraft in Form einer elektrischen Gegenspannung an den Verstärker zurück – daher der Begriff „High-Back-ElectroMagneticForce“. Die Spule und der riesige Magnet wirken dabei wie ein Dynamo. Ein angeschlossener Verstärker, der diese Spannung kompensieren sollte, müsste ein Mehrfaches als die bisher für Subwooferamps übliche Leistung aufweisen können und dabei überdimensional groß sein. Die dabei entstehende Wärme abzuleiten bedürfte es entsprechend riesiger Kühlflächen. Und so entstand die Idee zum „Tracking-Down-Converter“, Bob´s zweitem Geniestreich.

„Tracking-Down-Converter“-Technologie

Ein konventionelles Verstärkernetzteil liefert eine konstante Versorgungsspannung. Normalerweise liegt diese Spannung etwa bei 90 Volt. Ein Musiksignal aber variiert bei normaler Lautstärke jedoch lediglich zwischen 5 und 10 Volt. Nur bei hoher Lautstärke und großen Dynamiksprüngen können auch größere Spannungen vorliegen. In jedem Falle wird die Differenz zwischen der konstanten Spannung des Netzteils und der variierenden Spannung des tatsächlichen Signals an die Leistungstransistoren der Endstufen in Wärme umgewandelt. Im Durchschnitt sind das 60-70% der eigentlichen Leistung des Netzteils! Das Ergebnis ist eine erhebliche Erwärmung der Leistungstransistoren, fühlbar an deren Kühlkörpern.

Sunfire

Bob Carver’s „Tracking-Down-Converter“-Netzteil arbeitet wesentlich effizienter. Bei dieser patentierten Technologie folgt die Spannung des Netzteiles dem tatsächlichen Musiksignal, bleibt jedoch ständig 6V höher, um immer genügend Reserven anzubieten. Benötigt das Signal beispielsweise 8V, liefert das Netzteil 14V, werden 16V gefordert liefert es 22V, usw.

Sunfire

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Das Netzteil arbeitet wesentlich effizienter
  • Die Verstärker arbeiten stabil bis zu 1 Ohm
  • Lautsprecherimpedanz
  • Das Problem der Wärmeentwicklung entfällt fast völlig
  • Es sind keine monströsen Kühlkörper von Nöten
  • Sunfire Verstärker haben eine höhere Lebenserwartung
  • Energie wird gespart
Nur diese Technologie erlaubt es Endstufen mit solch gigantischen Leistungen (z.B. 2700Watt in den TrueEQ-Subwoofern) verwenden zu können. Und nur solche Endstufen können die fantastischen High-Back-EMF-Chassis leistungsgerecht ansteuern und kontrollieren. So greifen die Rädchen ineinander. Sie sehen also, Sunfire Produkte sind keine Hexerei, sondern pure angewandte Physik, clevere Schaltungen und jede Menge Mut zu neuen Konzepten. Kein Wunder, dass Sunfire fast 30 Patente bereits besitzt und weitere schon angemeldet sind. Übrigens: Die original „White Papers“ (technische Beschreibungen) gibt es unter www.sunfire.com zum Download.